aktuellKamera Kurzportrait's

kleinste Vollformat DSLR Sony A7

Sony A7 mit  M Summicron 50/2,0

Ich bevorzuge grundsätzlich Kameras mit Vollformatsensoren und optischen Realbildsucher. Der helle und große Sucher sowie die Qualität der großen Sensoren ist für mich ausschlaggebend und bis heute unübertroffen. Ausserdem ist gerade in der Sportfotografie der optische Realbildsucher unübertroffen! Dafür bin ich bereit immer rund 1,5-3kg Kameragewicht mir mir herum zu schleppen. Außerdem kann man die großen SLR Kameras blind bedienen und hat sie immer wirklich perfekt fest im Griff und sie sind „hart“ im nehmen. In der Sportfotografie ist es wichtig, absolut verzögerungsfrei und schnell mit der Kamera zu reagieren.a7-5dmkmm

Seit Jahren schon gibt es nun schon viele Hersteller die auf digitale Sucher setzen. Jedoch in der Sportfotograie haben die alle nichts zu bieten. Zu langsam, zu ruckelig….  Die Meinungen der Sucher gehen heute sehr weit auseinander, denn je nach Anwendung hat der eine oder andere Suchertyp seine Vorteile.

Soviel vorab: ich werde auch künftig nach diesem Bericht für meine Arbeit vor Ort, am Sportgeschehen oder auch im Studio meine große DSLR mit optischem Sucher weiter nutzen . . .

Aber:

Als „immerdabei“ Alltagskamera möchte ich eine Kamera die halb so schwer/groß ist und gleiche Bildqualität mit den Vorzügen des Vollformmats (35mm Sensor) liefert. 

Nun habe ich eine fast perfekte Alltags- Kamera/ Objektivkombination gefunden:

Sony A7 Leica M Summicron 50/2,0. Die "fast" pefekte "immerdabei" Kamera für den Alltag. Die Sony A7 mit dem Leica M Summicron 50/2. Die Kombination wiget nur rund 700Gramm und ist in Sachen Bildqualität und Schärfe über jeden Zweifel erhaben.
Die fast perfekte „immer-dabei“ Kamera für den Alltag. Die Sony A7 mit dem Leica M Summicron 50/2. Die Kombination wiegt nur rund 700 Gramm und ist in Sachen Bildqualität und Schärfe über jeden Zweifel erhaben.

Vergleichs- Test und Reviews gibt es im Internet genug, daher komme ich gleich auf den Punkt zeige die für mich relevanten Vor- & Nachteile der SONY A7:

Vorteile der Sony A7:

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kleine Kamera & kleine Optik: Beides zusammen bringt große Leistung und macht einfach nur Spaß aus der „Hüfte“ zu fotografieren.

1.) die Bildqualität des Sensors ist gleichauf mit den Nikons und Canons der Profiliga. Er ist so lichtstark, dass er eine Alltagsfotografie ohne Blitz in erstklassiger Qualität  möglich ist.


2.) Die Gehäusegröße und das Gewicht (460gr.) ist definitiv weniger als die Hälfte einer SLR (mit Akku) und es besteht aus Aluminium. Alles Wichtige ist mit einem Staub- & Spritzwasserschutz versehen.


3.) Das Scharfstellen mit „Fokus Peaking“ bei Manual- Objektiven klappt hervorragen sicher & schnell!

Sehr gut funktioniert das „Focus Peaking“ bei manuellen Objektiven wie z. B. den Leica M Optiken. Hier ist „FP“ ein Muss und bietet eine wirkliche schnelle und sichere Fokussierung, die beim Arbeiten mit Schärfentiefe sogar mehr Vorteile hat als ein optischer Sucher.


Nachteile der Sony A7:

– der Akku hält nur rund 300 Fotos ;-(

– der Sucher ruckelt und ist nicht geeignet für die Sportfotografie.

das war das Wichtigste in Kürze! 🙂    Da ich Fotograf bin und mich Video nicht wirklich interessiert, gehe ich auf diese Funktionen nicht ein.


Was mir noch sehr gut gefällt . . .

ist die Nutzung der Sony A7 Kamera aus der Hüfte. Dies macht das Fokuspeaking (bei Manual-Objektiven wichtig!) und der klappbare Monitor möglich. Die Kamera liegt dann mit der Unterkante des aufgeklappten Monitors am Bauch, wie damals die Rolleiflex TLR Kameras. Und mit den TLR’s wurden bekanntermaßen einige auch heute noch legendäre Fotos & Schnappschüsse gemacht.

Mit der Sony A7 kann man wie mit einer TLR Kamera mit 6x6cm Monitor arbeiten. das macht Spaß und bringt definitiv eine Vorteil bei der Perspektive in der Bildgestaltung!
Mit der Sony A7 kann man wie mit einer TLR Kamera mit 6x6cm Monitor arbeiten. das macht Spaß und bringt definitiv eine Vorteil bei der Perspektive in der Bildgestaltung! das Scharfstellen mit FP via Monitor klappt perfekt.

Tipp zum Fokus Peaking:

Das „FP“ bei der A7 ist meiner Meinung nach legendär und ein wirklich größer Vorteil von digitalen Suchern! In der normalen Fotografie bin ich mit Fokus Peaking i.d.R. genau so schnell wie mit einem gezielt eingesetzten Autofokus System. Ein großer Vorteil hierbei ist ein Scharfstellring am Objektiv mit Griffmulde, sowie es das hier abgebildete Leica 50/2 M Summicron zeigt. Dadurch weiß der Finger immer wo gerade der Schärfepunkt am Ring steht und man kann ganz gezielt nach links oder rechts drehen (Foto oben Mitte), dabei hat der Zeigefinger immer sofort einen sicheren halt und ist immer an der richtigen Stelle.


zur Bildqualität:

Wer einmal die Bildqualität der 35mm Vollformat-Sensoren gewohnt ist, möchte nichts mehr anderes. Und darauf baut auch die SONY A7 Serie. Ich habe bereits viele Fuji-X, Olympus, Sony’s, Nikons und Canons ausprobiert… alle mit APS Sensor und optischem Sucher… für mich alles ein nettes Spielzeug aber keine echte Fotokamera.

Mit der kompletten A7 Serie beweißt SONY, dass auch kleines und bezahlbares Vollformat in hochwertigem Gehäuse mit erstklassigem Sensor möglich ist. Ein „nebenbei“ Vorteil dabei ist, dass es eine nahezu unendliche Auswahl an Wechselobjektiven mit Adaptern, von manuell bis Automatik . . . von billigen Fenterglasobjektiven bis hin zu den hochwertigsten Leica & Zeiss Linsen gibt. Für jeden Anspruch und jeden Geldbeutel.


… noch ein paar persönliche Anmerkungen:

Eigentlich braucht man im Alltag zu der SONY A7/ keinen Blitz mehr, denn der Sensor ist wirklich auch bei mittlerem Wohnzimmerlicht eine gute Rauschfreiheit zu bringen. Wer dennoch gerne blitzt, kommt in den Genuss einer 1/250Sek als Blitzsynchronisationszeit, was wirklich heute ein seltener, hervorragender Wert ist, denn somit kann man beim Blitzen auch schnell bewegte Motive fotografieren, aufhellen, einfangen…. man hat einfach viel mehr Möglichkeiten.

Die Gehäusegröße ist klein, ja richtig klein im Vergleich zu den ausgewachsenen Nikon D8xx oder Canon 5dMK’s. Kleiner dürfte das Gehäuse aber nicht mehr sein, denn dann wird’s unpraktisch beim Halten und Bedienen. Es gibt zwar einen Batteriegriff dazu, damit kann man die Kamera wesentlich besser halten (!) ABER dann kann ich gleich wieder zur großen Canon greifen- und genau das will man ja mit der Sony A7 nicht! Gleiches gilt für die Objektive. Ein gutes lichtstarkes Objektiv hat nun einmal seine Größe und Gewicht- und das ist genauso wie bei den großen Kameras, denn der Sensor ist der gleiche, also sind auch die Objektive nicht kleiner. Es macht konsequenter Weise nur Sinn die A7 mit kleinen Optiken zu nutzen. Genau das habe ich mit dem 50/2,0 M Summicron gemacht- und es macht Spaß, großen Spaß mit dieser kleinen Combi zu fotografieren.


Mein Fazit:

Die Kamera gilt als meine Empfehlung für alle, die eine sehr leichte, alltags- taugliche „Immer-dabei“ Kamera suchen und wert auf kompromisslose Sensor- und Bildqualität legen. Als Tipp fürs Objektiv: eine leica M Optik mit dem kleinen Manual-Adapter! (Und bitte kein 28-70mm Kitobjektiv von Sony verwenden, zu lichtschwach -5,6, zu viel Plastik und viiiieeel zu groß für die kleine Kamera).  Für meine Auftragsarbeiten, ob beim Sportshooting on location oder Produktfotografie im Studio bleibe ich jedoch bei der großen Canon oder Nikon. Die Sony hat „noch“ zu viel „Playstaion Feeling“ – wenn gleich die Bildqualität absolut identisch mit den bekannten N’s & C’s ist! Somit bekommt die A7 als erste „kleine“ Systemkamera die Note 1 von mir.

Zum Schluss möchte ich noch der Firma Heidifoto (www.heidi-foto.com) in München danken, die mir die Sony A7 und das legendäre Leica M Summicron 50/2 für ein paar Wochen zur Verfügung gestellt hat.

Ein paar Testfotos bei besonders provokanten Lichtverhältnissen finden Sie >hier . . . 

Sonnenaufgang: volles Gegenlicht mit der Sony A7 & Summicron M50/2,0 bei Offenblende, 100ISO, frei Hand 😉 keine Bildbearbeitung!