richtig fotografieren

Schärfentiefe richtig fotografieren 3

Die Schärfentiefe & Blende

Mit der Schärfentiefe bestimmen Sie durch eine kleine oder große Blende (Blendenöffnung), welcher Bereich in Ihrem Bild von wo bis wo scharf abgebildet wird. Die Schärfentiefe ist ein sehr wichtiges Element zur Bildgestaltung, meist sogar das „Wichtigste“.

Blendenöffnung / Blende / Blendenwert

Blende-2
Blende-1

z. B. Blende 2.8 = punktuelle Schärfe             /    z. B. Blende 11 =  größerer Schärfebereich

Bildbeispiele:

Scharfentiefe-1-


Schärfe auf den Vordergrund focusiert bei  Blende 2.8, der Hintergrund ist stark unscharf.

Durch die selektive Schärfe kommt die Tasse im Vordergrund zur Geltung.


Scharfentiefe-2-

Schärfe auf den Hintergrund gerichtet, Blende 2.8, der Vordergrund ist absolut unscharf.


Scharfentiefe-3-


Blende 22, alles ist scharf, Vordergrund & Hintergrund sind gleich scharf.

Die Schärfentiefe ist also ein wichtiges und meines Erachtens ein unerlässliches Element zur Bildgestaltung.

Wichtig beim Fotografieren ist dabei die manuelle Blendeneinstellung, damit Sie selbst die Schärfentiefe bestimmen können. Keine Automatik in einer Kamera kann dies auf das Motiv bezogen einstellen. Daher bevorzuge ich eine halbautomatische Einstellung an der Kamera mit einer Blendenvorwahl und Zeitautomatik. Damit kann ich immer selbst bestimmen, wie viel im Bild ich mit welchem Effekt ich scharf sehen will. Je lichtstärker ein Objektiv ist, desto mehr Spielraum hat man mit der Blende und um so mehr kann ich mit der selektiven Schärfe arbeiten.

Probieren Sie es einfach aus, Sie werden sehen, welch tolle Fotos Sie damit im Handumdrehen machen, damit lachen Sie jeden Handy-Knipser aus 😉 der Portrait und Reportagefotografie vermutlich das wichtigste Bildgestaltungsmittel: die Schärfentiefe, hier bei offener Blende nur auf das Gesicht scharf gestellt- Vordergrund & Hintergrund sind unscharf.

Das Spiel mit der Schärfentiefe, nur das „Scharfgestellte“ ist scharf! Der Voder- & Hinterrund ist unscharf.


Blende 22- aber mit 1/30 Sekunde aus der Hand als „Schnappschuss“ fotografiert = Bewegungsunschärfe des vorbeifahrenden Zuges.

Dieses Foto der fahrenden Bahn zeigt ein Beispiel wie man mit der Schärfentiefe und der Verschlusszeit arbeiten/spielen kann. Lange Verschlusszeit = bewegte Motive sind verwischt & kleine Blende, alles andere wird scharf abgebildet. Somit kann man bewegte Objekte im Bild real abbilden und sie wirken auch bewegt, obwohl es ein Fotos ist.